Vom Spritzguss zum Designbauteil: Das EMURA‑3‑Projekt für DAIKIN

OKULA fertigt seit vielen Jahren spritzgegossene Kunststoffteile für den HVAC‑Bereich (Heating, Ventilation and Air Conditioning). Sobald ein Spritzgussteil jedoch zu einem sichtbaren Bestandteil eines Designprodukts wird, ändern sich die Qualitätsanforderungen grundlegend.

Das Projekt der Frontblende für das Klimagerät Emura 3 von Daikin Industries war genau ein solcher Fall. Das Gerät ist als ästhetisches Element des Interieurs konzipiert und wird in mattweiß, silber und matt schwarz angeboten. Aufgrund seiner Form handelt es sich zudem um ein geometrisch anspruchsvolleres Produkt.

In dieser Fallstudie zeigen wir, wie wir die technologischen Herausforderungen bei der Herstellung eines lackierten Sichtteils gelöst, den Spritzgussprozess stabilisiert und die Anforderungen des Premium‑HVAC‑Segments erfüllt haben.

Schrittweise Erweiterung der Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit dem japanischen Klimagerätehersteller begann auf klassische Weise – mit der Lieferung von spritzgegossenen Kunststoffteilen. Im Laufe der Zeit erweiterten wir jedoch den Projektumfang, und der Kunde übertrug uns zunehmend komplexere Komponenten, beispielsweise Rotationsbauteile oder Teile mit umspritzen Metalleinsätzen.
Diese Erfahrung ebnete den Weg für die nächste Stufe der Zusammenarbeit – die Fertigung eines lackierten Sichtteils für das neue Modell der Premium‑Klimaanlage Emura 3.
Das Modell Emura 3 ist die dritte Generation einer Designserie, die bewusst als sichtbares Element des Interieurs konzipiert ist. Die abgerundeten Formen und die bewegliche Frontblende stellen hohe Anforderungen an die Qualität der Sichtflächen. Die Frontblende ist hier nicht nur eine technische Abdeckung, sondern ein wesentlicher Bestandteil des gesamten visuellen Eindrucks.

Überprüfung der Qualität von Sichtteilen

Bevor wir für das Projekt nominiert wurden, wurde eine Reihe von Lackiertests an Teilen aus laufenden Projekten durchgeführt. Ziel war es, zu verifizieren, dass wir auch bei anspruchsvollen Sichtteilen dauerhaft eine hohe Qualität sicherstellen können.
Die Qualitätsanforderungen an Sichtteile sind deutlich höher als an technische Bauteile, die im Inneren des Produkts verborgen sind. Jeder ästhetische Fehler oder jede Verformung ist sofort sichtbar. Die erfolgreichen Tests bestätigten unsere Fähigkeit, diese Anforderungen zu erfüllen, was schließlich zur Nominierung für die Herstellung der neuen Frontblende des Modells Emura 3 führte.

Werkzeugkonstruktion und Moldflow‑Analyse zur Risikoidentifikation

Für die Herstellung des Spritzgießwerkzeugs wählten wir einen portugiesischen Werkzeugbauer, mit dem wir bereits aus früheren Projekten gute Erfahrungen hatten.
Bei geometrisch komplexen Bauteilen ist eine gründliche Vorbereitung noch vor dem Bau des Werkzeugs entscheidend. Daher führten wir eine Moldflow‑Analyse durch – ein Simulationswerkzeug zur Analyse des Kunststoffflusses beim Spritzgießen, mit dem potenzielle Risiken identifiziert und die Formfüllstrategie optimiert werden können.
Auf Basis der Analyse wurde eine Kaskadenfüllung mit mehreren Angüssen gewählt. Ziel war es:
• die Entstehung von Bindenähten zu minimieren,
• die korrekte Form und Maßhaltigkeit des Bauteils sicherzustellen.
Die ersten Versuche bestätigten, dass die Position der Angüsse korrekt gewählt worden war.

Einfallstellen durch gasunterstütztes Spritzgießen gelöst

Trotzdem trat während der Tests ein Problem auf – Einfallstellen am Bauteil. Diese können bei spritzgegossenen Kunststoffkomponenten infolge der Materialschwindung während des Abkühlens entstehen.
Interessanterweise wurde dieses Problem durch die Moldflow‑Analyse nicht vorhergesagt. Es folgten mehrere Testreihen und Anpassungen der Spritzgießparameter – sowohl beim Werkzeughersteller als auch in unserem Werk. Ziel war es, die Einfallstellen zu beseitigen, ohne die Form oder die Abmessungen der Frontblende negativ zu beeinflussen. Selbst ein hinzugezogener externer Spezialist konnte die Ursache der Abweichung nicht eindeutig bestimmen.
Die endgültige Lösung ergab sich aus den praktischen Erfahrungen unserer Verfahrenstechniker. Sie schlugen eine Werkzeugmodifikation vor, die ein gasunterstütztes Spritzgießen mit Stickstoff ermöglichte.
Diese Technologie wird eingesetzt, um die Qualität geometrisch anspruchsvoller Kunststoffteile zu verbessern und durch Schwindung verursachte Fehler zu reduzieren. In unserem Fall konnten die Einfallstellen vollständig eliminiert werden, während die geforderte Form der Frontblende erhalten blieb – ein entscheidender Faktor für das Gesamtdesign des Produkts.
Nach der Stabilisierung des Spritzgussprozesses folgten die Lackierung und die Applikation des Logos, die exakt gemäß den Kundenvorgaben umgesetzt wurden.

Vom technischen Zulieferer zum Partner für Designbauteile

Das Projekt Emura 3 stellte für uns einen weiteren Entwicklungsschritt in der Zusammenarbeit dar. Von der ursprünglichen Lieferung technischer Spritzgussteile entwickelten wir uns hin zur Fertigung einer lackierten Sichtblende für ein Premium‑Klimagerätemodell.
Die Erfahrungen aus diesem Projekt bestätigten unsere Fähigkeit, den gesamten Prozess abzudecken:
• Konstruktion und Optimierung des Spritzgießwerkzeugs,
• Lösung technologischer Herausforderungen während der Bemusterung,
• Stabilisierung der Serienproduktion,
• finale Lackierung und Logoapplikation.

Im HVAC‑Segment, in dem Haushaltsgeräte zugleich Bestandteil des Interieurs sind, entscheiden Details. Die Qualität von Sichtteilen ist hier nicht nur ein technischer Parameter, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Marken‑ und Produktwahrnehmung.

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Kundenservice

Verlassen Sie sich auf unseren Kundenservice. Wir kommen Ihren Bedürfnissen entgegen, beantworten Ihre Fragen.
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Herstellung von Werkzeugen und Vorrichtungen 

Qualitätsgerecht hergestellte Werkzeuge sind die Grundlage für die Erreichung unserer Ziele und einer hohen Produktqualität. Neue Werkzeuge gewährleisten wir auf der Grundlage stabiler und bewährter Beziehungen zu unseren Kooperationspartnern.
Ein zusätzliches Programm ist die Herstellung von Mess-, Kontroll- sowie Produktionsvorrichtungen für die elektrotechnische und Automobilindustrie.
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Projektmanagement

Nach der Nominierung des Projektes wird ein Team zusammengestellt und der Projektleiter ernannt. Die Aufgabe des Projektteams ist die erfolgreiche Überführung des Produktes in die Serienproduktion. Mit dem Ziel der Erreichung der gewünschten Qualität und der Zufriedenheit des Kunden.
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Überprüfung der Eingangsdaten

Vom Kunden nehmen wir die Eingangsdaten entgegen. Zeichnungen, 3D-Daten. Das Team unserer Techniker überprüft die Möglichkeiten der Herstellung des Produktes. Zur Verfügung steht ein 3D-Drucker, der das Teil im Falle des Bedarfs zur weiteren Prüfung und für primäre Tests ausdruckt.
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Kunststoffspritzgießen

Eine der grundlegenden Orientierungen unseres Unternehmens ist der Prozess des Spritzgießens von Kunststoffen. Für die Herstellung der Kunststoffteile verwenden wir vor allem Anlagen europäischer Hersteller, die auf die Verringerung des Energieaufwands spezialisiert sind.
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Oberflächenbehandlungen

Ein weiterer grundlegender Schwerpunkt unseres Unternehmens ist der Prozess der Oberflächenveredelung. Vor allem das Lackieren der Kunststoffteile. Zu den weiteren angebotenen Oberflächenbehandlungen gehören das Bedrucken, das Folienbeschichten, das Lasergravieren.
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Qualität

Das Unternehmen Okula ist Inhaber des Zertifikats ISO 9001 und IATF 16949. Wir achten auf die Einhaltung der Verfahren und der Qualität. Wir sind in der Lage, das Teil gemäß den anspruchsvollsten Wünschen und Bedürfnissen des Kunden zu validieren.
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Verpackung und Logistik

Gemäß den Bedürfnissen des Kunden sind wir in der Lage, einen Entwurf der optimalen Verpackung, einschließlich der Tests, zu erstellen. Darüber hinaus werden wir den anspruchsvollsten, seitens des Kunden spezifizierten logistischen Abforderungen gerecht.